Eingangsklausur
Da im Pharmaziestudium umfassende Grundlagen in den klassischen Naturwissenschaften vorausgesetzt werden, wurde an diesem Standort eine Eingangsklausur eingeführt, die zu Beginn des ersten Semesters stattfindet und der Selbsteinschätzung über die Beherschung der benötigten Grundlagen dient.
Ankündigung
Das Pharmaziestudium ist anspruchsvoll, insbesondere auch im Hinblick auf die Anforderungen in den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern Biologie, Chemie, Mathematik und Physik. Gleichzeitig ist das Pharmaziestudium sehr zeitintensiv, was unter anderem durch die vielen Praktika begründet ist. Hinzu kommt noch die neue Situation (Übergang von der Schule zur Universität), eigenständiges Wohnen in einer neuen Stadt, oder lange Anfahrtswege zur Uni Bonn (Pendler), was das Studieren zusätzlich erschwert.
Für ein erfolgreiches Studium in Regelstudienzeit (Erster Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung nach 4 Semestern) ist es unabdingbar, dass Sie aus der Schule die erforderlichen Grundkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern mitbringen. Wir empfehlen Ihnen daher nachdrücklich, vor Beginn des Pharmaziestudiums, die Schulbücher in Biologie, Chemie, Mathematik und Physik, zumindest auf dem Niveau der gymnasialen Qualifikationsphase (Q1 bis einschließlich 11. Klasse), nachzuarbeiten. Es ist kein Zufall, dass die Pharmazie der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften angehört: Das Pharmaziestudium ist
ein naturwissenschaftliches Studium, die Inhalte basieren substanziell auf den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern.
Nun ist es für Sie gar nicht so einfach selber einzuschätzen, wie es um Ihr Niveau in den Grundlagenfächern bestellt ist. Wir werden Ihnen daher am ersten Vorlesungstag im Rahmen der Einführungsveranstaltung Aufgaben aus dem Bereich der Grundlagenfächer austeilen, die es innerhalb von 90 Minuten zu bearbeiten gilt (Eingangs‐Selbst‐Evaluation). Für die Bearbeitung der Aufgaben soll ausschließlich ein Stift genutzt werden (kein Geodreieck, kein Taschenrechner, kein Spickzettel, kein Smartphone). Anhand Ihrer Ergebnisse (die Anzahl der erreichten Punkte wird am Folgetag bekannt gegeben) empfiehlt es sich zu überlegen, wie Sie Ihr Pharmaziestudium geeignet angehen.
Die Pharmazie an der Uni Bonn hat für Studierende mit (großen) Lücken in den Grundlagenfächern alternative Studienverlaufspläne entwickelt, um den Studienerfolg zu verbessern (und Ihnen ein besser zu bewältigendes erstes Semester zu ermöglichen). Konkret wird das erste Fachsemester auf zwei Semester gestreckt und es werden zusätzliche Tutorien/Übungsstunden angeboten. Bei Bedarf kann auch das 2. Fachsemester auf zwei Semester gestreckt werden. Den Ersten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung würden Sie dann nach 5 bzw. 6 Semestern ablegen.
Die Teilnahme an der Eingangs‐Selbst‐Evaluation in den Grundlagenfächern ist freiwillig. Es ist auch Ihnen überlassen, welche Schlüsse Sie aus Ihrem Ergebnis ziehen (also ob Sie den 4‐semestrigen Regelstudienverlauf angehen oder einen alternativen Studienverlaufsplan verfolgen möchten). Selbstverständlich ist die Eingangs‐Selbst‐Evaluation anonym.
Im Vorfeld zu Ihrem Pharmaziestudium ist es durchaus sinnvoll, im Gegenstandskatalog Pharmazie für den Ersten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung des IMPP zu blättern. Hier können Sie ersehen, welchen Stellenwert die Grundlagenfächer in den ersten Semestern des Studiums einnehmen werden:
www.impp.de/pruefungen/allgemein/gegenstandskataloge.html
Auch das Online‐Self‐Assessment der Uni Bonn hilft bei der Einschätzung Ihrer Vorkenntnisse für das Pharmaziestudium:
http://www.uni‐bonn.de/de/studium/studienorientierung‐und‐uni‐bonn‐entdecken/online‐self‐assessments
Häufig gestellte Fragen...
Dadurch, dass die Eingangsklausur ausschließlich zur Selbsteinschätzung dient, muss man sich theoretisch nicht darauf vorbereiten. Wenn man jedoch weiß, dass einem in einer klassischen Naturwissenschaft Grundlagen fehlen, da man diese z. B. in der Schule abgewählt hatte, macht es Sinn, die verpassten Inhalte vor Beginn des Studiums nachzuholen.
Akut passiert überhaupt nichts. Die Eingangsklausur dient lediglich der Selbsteinschätzung. Was man aus dem Ergebnis macht, ist einem selbst überlassen.
Keine Panik! Ein schlechtes Ergebnis in der Eingangsklausur bedeutet nicht, dass man für das Studium nicht geeignet ist, sondern nur, dass einem Grundlagen fehlen.
Um Zeit zu haben, die Grundlagen nachzuarbeiten, haben wir die alternativen Studienverläufe erarbeitet. Diese sind so gestaltet, dass man die ersten Semester entzerren kann, ohne in späteren Semestern Probleme mit Überlappungen im Stundenplan zu bekommen, wodurch man evantuell nochmal die Studiendauer verlängern muss.
(Diese alternativen Studienverläufe können absolut freiwillig in Anspruch genommen werden und sind keine zwingende Konsequenz aus einem, wie auch immer gearteten, Testergebnis.)
Nein, die alternativen Studienverläufe sind nur eine Hilfestellung. Die Entscheidung dafür oder für einen Standard-Studienverlauf, ist einem selbst überlassen.
In jedem Fach werden die in der Schule vermittelten Grundlagen vorausgesetzt, daher kann man seine Lücken hervorragend schließen, indem man Schulbücher für das jeweilige Fach durcharbeitet.
Man kann ebenfalls die Leistungskataloge im Internet finden, die beinhalten, was man hätte in der Schule, in jedem Schuljahr, lernen sollen. Daran kann man sich ebenfalls orientieren.
Darüberhinaus:
Liegen Schwierigkeiten in Physik vor, so kann man die Physikalischen Übungen, sowie das Mathematik und Statistik Tutorium besuchen. Bei Schwierigkeiten in Mathematik und Chemie sind ebenfalls die Tutorien zu empfehlen.
Wichtig: Es ist immer zu empfehlen die Vorlesungen zu besuchen! Egal, ob man in dem Fach Schwierigkeiten hat oder nicht.